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Gewerbe & Büro

Jahresendreinigung im Büro: was vor dem Jahreswechsel zählt

Was eine Jahresendreinigung im Büro von der laufenden Reinigung unterscheidet, was sie kostet und wann Sie sie beauftragen sollten.

21. Oktober 20267 min LesezeitRedaktion Reinigungsvergleich
Aufgeräumter Büroraum mit Schreibtisch, Bürostühlen und hellem Holzboden

Eine Jahresendreinigung ist eine einmalige Grundreinigung des Büros zum Jahreswechsel, zusätzlich zur laufenden Unterhaltsreinigung. Sie kostet marktüblich 3 bis 6 Euro pro Quadratmeter, für ein Büro mit 300 Quadratmetern also rund 900 bis 1.800 Euro netto. Der Zeitpunkt ist der eigentliche Engpass: Die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr sind für alle Betriebe gefragt, und wer erst im Dezember anfragt, bekommt oft keinen Termin mehr. Dieser Ratgeber zeigt, was dazugehört, wie Sie den Umfang festlegen und wann die Anfrage rausgehen sollte.

Was unterscheidet die Jahresendreinigung von der laufenden Reinigung?

Die laufende Unterhaltsreinigung hält das Büro im Alltag in Ordnung: Böden saugen und wischen, Papierkörbe leeren, Sanitärräume und Teeküche reinigen, Kontaktflächen abwischen. Was dabei nicht erreicht wird, sammelt sich über zwölf Monate an. Dazu zählen Staub auf Schränken und Leuchten, Kalk an Armaturen, Pflegefilm auf dem Boden und Schmutz in Ecken, Fugen und an Sockelleisten.

Genau diese Rückstände entfernt die Grundreinigung. Zum Jahresende bietet sie sich an, weil das Büro in vielen Betrieben ohnehin ruhiger ist, Akten und Ordner für den Jahresabschluss ohnehin bewegt werden und Räume sich leichter beräumen lassen. Der Unterschied zwischen beiden Leistungen steht ausführlicher im Beitrag zu Unterhaltsreinigung und Grundreinigung.

3 bis 6 €
Grundreinigung pro m² je Termin, netto
900 bis 1.800 €
Beispiel: 300 m² Bürofläche
1 bis 2
Grundreinigungen pro Jahr in den meisten Büros

Die Preise sind Marktschätzungen der Redaktion und keine Festpreise. Sie hängen vom Bodenbelag, vom Zustand und davon ab, wie viel beräumt werden muss.

Was gehört in eine Jahresendreinigung?

Verbindlich ist, was im Angebot steht. Typisch sind diese Positionen:

BereichZusätzlich zur Routine
BödenMaschinelle Grundreinigung, bei Linoleum oder PVC je nach Zustand Entschichtung und neue Pflege
SanitärKalk und Urinstein entfernen, Fugen intensiv reinigen, Trennwände abwischen
TeekücheKühlschrank leeren und reinigen, Herd, Mikrowelle, Schrankfronten innen und außen
OberflächenSchränke und Regale von oben, Heizkörper, Türzargen, Sockelleisten
Leuchten und LüftungAbdeckungen und Gitter abwischen, soweit gefahrlos erreichbar
GlasInnenseiten von Fenstern und Glastrennwänden, bei Bedarf Außenflächen
Polster und TextilienBürostühle und Teppichböden, wenn Verfahren und Trocknungszeit in die Pause passen

Welche Positionen für Ihr Büro sinnvoll sind, entscheidet der Zustand. Ein Teppichboden mit sichtbaren Laufwegen braucht eine Behandlung, ein Büro mit Fliesen und Hartböden kommt meist ohne aus. Wer schon eine Fensterreinigung im Vertrag hat, streicht die Glasflächen aus dem Angebot.

Wann ist der beste Zeitpunkt?

Zwei Zeitfenster haben sich bewährt. Das erste liegt zwischen Weihnachten und Neujahr, wenn viele Teams frei haben und die Räume leer sind. Das zweite liegt in der ersten Januarwoche, bevor der Betrieb wieder voll läuft. Beide haben Vor- und Nachteile.

Zwischen den Jahren ist das Büro leer, Böden können lange trocknen, und niemand läuft durch frisch gewischte Flächen. Dafür sind Reinigungsbetriebe in dieser Woche knapp besetzt, und Zuschläge für Einsätze zwischen den Feiertagen sind denkbar. Fragen Sie im Angebot ausdrücklich, ob für Ihren Wunschtermin ein Zuschlag anfällt. In der ersten Januarwoche ist das Personal wieder verfügbar, dafür muss die Reinigung zu Zeiten stattfinden, in denen das Team noch nicht oder nicht mehr im Raum sitzt.

Ein Erfahrungswert, kein Branchenstandard: Wer vier bis sechs Wochen vor dem Wunschtermin anfragt, bekommt in der Regel mehr als ein Angebot. Wer erst Anfang Dezember anfragt, findet oft nur noch spätere Termine.

Wie legen Sie den Umfang fest?

Eine Besichtigung vor Ort ist bei Grundreinigungen üblich, weil der Aufwand vom Zustand abhängt. Bereiten Sie dafür drei Dinge vor:

  1. Grundriss mit Flächen: Raumgruppen wie Büros, Flure, Sanitär, Teeküche und Besprechungsräume mit Quadratmetern und Bodenbelag.
  2. Liste der gewünschten Zusatzleistungen: Was soll über die Routine hinausgehen, was nicht?
  3. Zeitfenster: An welchen Tagen darf der Betrieb ins Büro, und bis wann müssen die Flächen wieder begehbar sein?

Mit diesen Angaben lassen sich Angebote miteinander vergleichen. Ohne sie landen Sie bei Preisen, die auf unterschiedlichen Annahmen beruhen. Wie lange ein Betrieb für Ihre Fläche braucht, lässt sich mit den Richtwerten aus dem Beitrag zur Flächenleistung grob prüfen: Bei der Grundreinigung liegt die Leistung deutlich unter den 150 bis 250 Quadratmetern pro Stunde, die für die laufende Reinigung möblierter Büros gelten.

Was kostet die Jahresendreinigung für ein kleines Büro?

Bei kleinen Büros rechnen Betriebe häufig eher nach Zeit als nach Fläche. Der Grund sind feste Aufwände wie Anfahrt, Material und Rüstzeit, die auf wenig Fläche verteilt werden. Das beschreibt der Ratgeber zum Reinigen kleiner Büros genauer. Für die Jahresendreinigung heißt das: Bei 80 Quadratmetern ergibt die Rechnung 240 bis 480 Euro (80 × 3 Euro bis 80 × 6 Euro), und ein Betrieb kann dafür eine Mindestpauschale ansetzen, die darüber liegt.

Bei größeren Flächen verteilt sich die Rüstzeit auf mehr Quadratmeter. Für 300 Quadratmeter ergibt die Rechnung 900 bis 1.800 Euro, für 600 Quadratmeter 1.800 bis 3.600 Euro. Wie sich Fläche und Zustand im Einzelfall auswirken, zeigt erst das Angebot nach der Besichtigung.

Ein Blick auf den Lohn hilft bei der Einordnung. Der Branchenmindestlohn der Gebäudereinigung liegt 2026 in Lohngruppe 1 bei 15,00 Euro und in Lohngruppe 6 bei 18,40 Euro pro Stunde (Mindestarbeitsbedingungen beim Zoll). Ein tragfähiger Stundensatz einer Reinigungsfirma beginnt rechnerisch bei etwa 23 bis 25 Euro. Ein Pauschalpreis, der deutlich darunter liegt, geht nur auf, wenn der Betrieb weniger Zeit einplant, als die Fläche braucht.

Wie prüfen Sie das Ergebnis?

Schauen Sie sich die Flächen am ersten Arbeitstag an, bevor das Team zurück ist. Gehen Sie mit dem Angebot in der Hand durch die Räume und haken Sie jede Position ab. Besonders aufschlussreich sind Stellen, die in der Routine untergehen: Oberkanten von Schränken, Sockelleisten, Fugen im Sanitärbereich und der Boden unter Möbeln, die verschoben wurden.

Halten Sie Mängel noch am selben Tag schriftlich fest, mit Foto und Raumbezeichnung, und melden Sie sie dem Betrieb. Je früher die Rückmeldung kommt, desto eindeutiger lässt sich zuordnen, ob die Stelle zum Auftrag gehörte. Bessert der Betrieb nach, ist das bei einem seriösen Anbieter selbstverständlich und kostet nichts.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Jahresendreinigung im Büro?
Eine Jahresendreinigung ist eine einmalige Grundreinigung zum Jahreswechsel, die über die laufende Reinigung hinausgeht. Sie umfasst Arbeiten wie Boden-Tiefenreinigung, Kalkentfernung im Sanitärbereich, Reinigung von Schrankoberseiten, Heizkörpern und Teeküchengeräten. Sie wird einzeln beauftragt und als eigene Position abgerechnet.
Was kostet eine Jahresendreinigung?
Marktüblich sind 3 bis 6 Euro pro Quadratmeter netto je Termin, also rund 900 bis 1.800 Euro für 300 Quadratmeter. Kleine Büros bezahlen oft eine Mindestpauschale, Teppichbehandlung, Entschichtung und mögliche Zuschläge kommen hinzu. Das sind Schätzwerte der Redaktion, verbindlich ist nur das Angebot nach Besichtigung.
Wann sollte ich die Jahresendreinigung beauftragen?
Als Erfahrungswert vier bis sechs Wochen vor dem Wunschtermin, also für Ende Dezember spätestens im November. Dann lassen sich mehrere Angebote einholen und Zuschläge verhandeln. Je näher der Jahreswechsel rückt, desto weniger Betriebe haben noch Kapazität.
Reicht die laufende Reinigung nicht aus?
Für den Alltag ja, für alle Flächen nein. Die Unterhaltsreinigung erreicht festsitzende Beläge, Staub in der Höhe und Fugen nur eingeschränkt. Ein- bis zweimal im Jahr lohnt sich deshalb eine Grundreinigung, damit Böden und Sanitärräume nicht dauerhaft grau und stumpf werden.
Kann der bisherige Reinigungsbetrieb die Jahresendreinigung übernehmen?
In der Regel ja, und das ist oft sinnvoll, weil er die Räume und Problemzonen kennt. Bitten Sie trotzdem um ein separates Angebot, das Termin, Umfang und Preis ausweist. So können Sie es mit anderen Angeboten vergleichen und müssen nicht auf den Dauervertrag verweisen.

Fazit: früh anfragen, Umfang schriftlich festlegen

Die Jahresendreinigung holt nach, was die laufende Reinigung nicht erreicht. Sie kostet für ein Büro mit 300 Quadratmetern rund 900 bis 1.800 Euro netto und gehört mit Termin, Umfang und Preis als eigene Position in den Auftrag. Wer vier bis sechs Wochen vorher anfragt, hat die Wahl zwischen Terminen und Angeboten, wer im Dezember anfängt, nimmt, was übrig ist.

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Redaktion Reinigungsvergleich
Unabhängige Ratgeber-Redaktion
Veröffentlicht am 21. Oktober 2026

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