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Reinigungsart

Wasserschadenbeseitigung

Notfall-Reinigung nach Rohrbrüchen, Überschwemmungen oder Löschwasser-Schäden.

Definition

Wasserschadenbeseitigung umfasst die Notfall-Reinigung und Trocknung nach Rohrbrüchen, Überschwemmungen, Löschwasser-Schäden oder undichten Dächern. Sie ist zeitkritisch: bei Wasserschäden in Innenräumen entwickelt sich ohne fachgerechte Trocknung innerhalb von 48 bis 72 Stunden Schimmel an den feuchten Materialien. Eine professionelle Wasser­schaden­beseitigung beginnt mit dem Absaugen des freien Wassers, dann folgt das Entfernen feuchter Materialien (Teppiche, durchnässte Möbel, Putz hinter Tapeten), schließlich die technische Trocknung mit Adsorptions-Trocknern oder Kondens-Trocknern und Kern­bohrungen für Estrich-Trocknung. Eine vollständige Trocknung dauert je nach Schaden 7 bis 28 Tage und wird mit Feuchtigkeits­messungen dokumentiert. Die Kosten 2026 liegen typisch bei 1.500 bis 8.000 € für eine Wohnung mittleren Schadens­ausmaßes; die Kosten trägt in den meisten Fällen die Wohngebäude- oder Hausrat­versicherung. Versicherer arbeiten bevorzugt mit zertifizierten Sanier­firmen (IFS-Standard) zusammen. Reinigungs­vergleich vermittelt nur an solche Anbieter.

Auf einen Blick

  • Zeitkritisch: 48 bis 72h bis Schimmel­bildung
  • Pauschalpreis 2026: 1.500 bis 8.000 €
  • Trocknung dauert typisch 7 bis 28 Tage

Wann wird wasserschadenbeseitigung benötigt?

Wasserschadenbeseitigung wird in ganz unterschiedlichen Situationen akut: Am häufigsten sind Rohrbrüche in Wand- oder Bodenleitungen, die oft unbemerkt über Stunden Wasser austreten lassen, bevor Feuchtigkeit sichtbar wird. Auch ein Leck an Waschmaschine, Spülmaschine oder Zulaufschlauch führt regelmäßig zu Wasserschäden in Küche oder Bad. Starkregenereignisse und Überschwemmungen dringen über Kellerfenster, Lichtschächte oder drückendes Grundwasser ins Gebäude ein und betreffen oft größere Flächen gleichzeitig. Nach einem Brand hinterlässt das Löschwasser der Feuerwehr zusätzlich zum Brandschaden durchnässte Wände, Decken und Böden, die separat getrocknet werden müssen. Ein undichtes Dach schließlich verursacht meist schleichende Schäden, die erst bei Verfärbungen an der Decke oder muffigem Geruch auffallen. In allen Fällen gilt: Je schneller die Trocknung beginnt, desto geringer das Risiko für Schimmelbildung, Bauschäden an Estrich oder Dämmung und Folgekosten. Wer die Feuchtigkeit tagelang unbeachtet lässt, riskiert, dass aus einer einfachen Trocknung eine aufwendige Sanierung mit Rückbau von Bodenbelägen oder Wänden wird.

So läuft eine professionelle Wasserschadenbeseitigung ab

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    Erstbegutachtung und Schadensaufnahme

    Der Fachbetrieb prüft die betroffenen Räume, ermittelt die Schadensursache und dokumentiert den Zustand mit Fotos für die Versicherung, bevor Maßnahmen eingeleitet werden.

  2. 2

    Freies Wasser absaugen

    Stehendes Wasser auf Böden und in Teppichen wird mit Nass-Sauggeräten oder Tauchpumpen entfernt, um die Feuchtigkeitsmenge sofort zu reduzieren und weiteres Eindringen zu stoppen.

  3. 3

    Feuchte Materialien entfernen

    Durchnässte Bodenbeläge, Sockelleisten, Tapeten oder Dämmmaterialien, die sich nicht mehr trocknen lassen, werden fachgerecht entfernt und entsorgt.

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    Feuchtigkeitsmessung und Trocknungsplan

    Mit Feuchtigkeitsmessgeräten wird der Durchfeuchtungsgrad von Wänden, Estrich und Decken erfasst und daraus ein individueller Trocknungsplan mit Geräteanzahl und Dauer abgeleitet.

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    Technische Trocknung installieren

    Adsorptions- oder Kondens-Trockner sowie Luftumwälzer werden aufgestellt; bei durchfeuchtetem Estrich kommen zusätzlich Kernbohrungen für die gezielte Unterflur-Trocknung zum Einsatz.

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    Kontrolle bis zur Übergabe

    Die Feuchtigkeitswerte werden regelmäßig kontrolliert, die Trocknungsgeräte bei Bedarf umgestellt und der Abschluss erst dokumentiert, wenn Grenzwerte für Wand und Estrich unterschritten sind.

Was kostet wasserschadenbeseitigung?

Die Kosten richten sich vor allem nach dem Schadensausmaß, der betroffenen Fläche und der benötigten Trocknungsdauer, da die Gerätemiete meist tageweise abgerechnet wird.

Kleiner Leitungsschaden, ein Raum1.500 bis 2.500 €
Waschmaschinen-Leck in Küche oder Bad2.000 bis 3.500 €
Wasserschaden mit betroffenem Estrich, Wohnung3.500 bis 6.000 €
Überschwemmung, mehrere Räume oder Keller5.000 bis 8.000 €
Löschwasserschaden nach Brand, ganze Etage6.000 bis 8.000 €

In den meisten Fällen übernimmt die Wohngebäudeversicherung (bei Schäden am Gebäude selbst) oder die Hausratversicherung (bei Schäden am Inventar) die Kosten, sofern die Ursache versichert ist und rechtzeitig gemeldet wurde.

Häufige Fragen zu Wasserschadenbeseitigung

Was muss ich sofort tun, wenn ich einen Wasserschaden entdecke?
Zuerst die Wasserzufuhr am Haupthahn oder Absperrventil schließen, um weiteren Schaden zu verhindern, und bei größeren Mengen den Strom in den betroffenen Räumen abschalten. Danach den Schaden mit Fotos oder Video dokumentieren, bevor Möbel bewegt oder Wasser aufgewischt wird. Anschließend sofort die Versicherung informieren und einen Fachbetrieb für die Trocknung beauftragen, da jede Stunde ohne Trocknung das Schimmelrisiko erhöht.
Übernimmt die Versicherung wirklich alle Kosten der Wasserschadenbeseitigung?
In der Regel ja, wenn die Ursache versichert ist, etwa ein plötzlicher Rohrbruch oder ein Leitungswasserschaden, und der Schaden unverzüglich gemeldet wurde. Nicht abgedeckt sind meist Schäden durch grobe Fahrlässigkeit, mangelnde Wartung oder allmähliches Eindringen von Feuchtigkeit über Monate. Bei Elementarschäden wie Starkregen ist zusätzlich eine Elementarschadenversicherung erforderlich, die nicht in jeder Police enthalten ist.
Wer ist bei einem Wasserschaden in der Mietwohnung zuständig, Mieter oder Vermieter?
Grundsätzlich meldet der Mieter den Schaden unverzüglich dem Vermieter, da dieser für die Instandhaltung der Bausubstanz und meist auch für die Beauftragung der Trocknungsfirma verantwortlich ist. Verursacht der Mieter den Schaden selbst, etwa durch ein defektes eigenes Gerät, greift in der Regel dessen private Haftpflichtversicherung. Bei unklarer Ursache empfiehlt sich eine gemeinsame Begutachtung, um Zuständigkeit und Kostenträger frühzeitig zu klären.
Kann ich in der Wohnung bleiben, während getrocknet wird?
Bei einem einzelnen betroffenen Raum ist das meist möglich, auch wenn die Trocknungsgeräte spürbaren Lärm und leicht erhöhte Temperaturen erzeugen. Bei großflächigen Schäden mit mehreren Trocknern oder freigelegtem Estrich in mehreren Räumen ist eine vorübergehende Ersatzunterkunft sinnvoll, deren Kosten bei einem versicherten Schaden häufig ebenfalls übernommen werden. Der Fachbetrieb kann anhand des Schadensausmaßes einschätzen, ob ein Verbleib zumutbar ist.
Woran erkenne ich, dass die Trocknung abgeschlossen ist?
Ein Fachbetrieb misst die Restfeuchte in Wänden und Estrich mit kalibrierten Messgeräten und vergleicht die Werte mit anerkannten Grenzwerten für den jeweiligen Baustoff. Erst wenn diese Werte über mehrere Messungen stabil unterschritten werden, gilt die Trocknung als abgeschlossen und Folgearbeiten wie Verlegen neuer Böden können beginnen. Ein vorzeitiger Abbau der Geräte auf bloßen Augenschein hin birgt das Risiko, dass Restfeuchte im Bauteil verbleibt und später Schimmel verursacht.

Profi-Tipps

  • Wasserzufuhr sofort am Haupthahn abstellen, bevor weitere Schritte unternommen werden.
  • Schaden vor jeder Aufräumaktion mit Fotos und Video dokumentieren, das erleichtert die Regulierung mit der Versicherung erheblich.
  • Versicherung noch am selben Tag informieren, da viele Policen eine unverzügliche Meldung voraussetzen.
  • Nicht abwarten, ob die Feuchtigkeit von selbst verschwindet, denn schon nach 48 Stunden kann sich Schimmel bilden.
  • Möbel und Gegenstände aus der Gefahrenzone räumen, um Folgeschäden an Einrichtung und Elektrogeräten zu vermeiden.

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