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Reinigungsart

Fassadenreinigung

Reinigung von Außenfassaden: schonend mit Heißwasser, Hochdruck oder Spezialchemie.

Definition

Fassadenreinigung beseitigt Verschmutzungen, Algen-, Moos- und Flechtenbewuchs sowie Verkrustungen von der Außenhülle eines Gebäudes. Je nach Material kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz: Putzfassaden vertragen meist heißes Wasser mit niedrigem Druck und mildem Reinigungsmittel; Klinker und Naturstein können mit Hochdruck (bis 200 bar) gereinigt werden; bei Holz und denkmalgeschützten Fassaden wird oft trocken mit weichen Bürsten und Spezialchemie gearbeitet, um die Oberfläche zu schonen. Bei saugenden, porösen Untergründen in schattigen, feuchten Lagen lohnt sich oft eine anschließende Imprägnierung: Sie lässt die Fassade Wasser abweisen und verlangsamt so neuen Bewuchs, wird aber als eigene Leistung abgerechnet. Die Kosten liegen 2026 bei 8 bis 30 € pro m² Fassade, je nach Untergrund und Verfahren. In Großstädten ist Fassadenreinigung wegen Diesel-Ruß und Pollen häufiger nötig als auf dem Land; in Küstenregionen wegen Salzluft.

Auf einen Blick

  • →Preis 2026: 8 bis 30 € pro m² Fassade
  • →Imprägnierung kostet extra, lohnt sich vor allem bei saugendem Untergrund
  • →Material entscheidet über Reinigungsverfahren

Wann wird Fassadenreinigung benötigt?

Typische Anzeichen sind grünliche oder schwarze Verfärbungen an schattigen, nordseitigen Wandflächen, sichtbarer Algen- oder Moosbewuchs auf Putz- und Klinkerfassaden sowie dunkle Streifen unterhalb von Fenstersimsen und Dachrinnen. In Städten mit hoher Luftverschmutzung genügt oft eine Reinigung alle 8 bis 10 Jahre, während Fassaden in Küstennähe durch Salzluft und hohe Luftfeuchtigkeit meist schon nach 5 bis 6 Jahren sichtbar verschmutzen. Ländliche Lagen mit viel Vegetation in Gebäudenähe, etwa unter Bäumen oder an schattigen Nordwänden, begünstigen Algenbewuchs zusätzlich und verkürzen das Intervall ebenfalls. Vor dem Verkauf einer Immobilie lohnt sich eine Fassadenreinigung, weil sie den ersten Eindruck bei Besichtigungen deutlich verbessert und sich meist unmittelbar im erzielten Preis niederschlägt. Nach dem Anbringen eines Wärmedämmverbundsystems sollte die neue Putzfassade in den ersten Jahren besonders aufmerksam beobachtet werden, da mineralische Putze anfangs noch feucht sind und Algenbefall begünstigen; vor der Dämmmaßnahme wird die alte Fassade dagegen in der Regel nur grob gereinigt, nicht aufwendig saniert.

So läuft eine professionelle Fassadenreinigung ab

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    Materialprüfung vor Ort

    Der Betrieb begutachtet Fassadenmaterial, Verschmutzungsgrad und Bausubstanz, um Druckempfindlichkeit und geeignete Reinigungsmittel festzulegen. Bei denkmalgeschützten Gebäuden wird zusätzlich geprüft, welche Verfahren zulässig sind.

  2. 2

    Verfahrenswahl

    Je nach Untergrund wird zwischen Heißwasser mit niedrigem Druck, Hochdruckreinigung bis 200 bar oder trockener Bürstenreinigung mit Spezialchemie entschieden. Empfindliche Fassaden erhalten schonendere, aber zeitaufwendigere Verfahren.

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    Vorbereitung und Schutz

    Fenster, Türen, Pflanzen und angrenzende Bauteile werden abgedeckt, bei Bedarf wird ein Gerüst oder eine Hubarbeitsbühne aufgebaut. Abwasser wird je nach Kommune aufgefangen oder kontrolliert abgeleitet.

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    Grundreinigung der Fläche

    Die Fassade wird flächig von losem Schmutz, Staub und oberflächlichen Ablagerungen befreit. Hartnäckige Verkrustungen werden gezielt nachbehandelt, ohne die Oberfläche zu beschädigen.

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    Behandlung mit Algizid

    Bei starkem Algen- oder Moosbefall wird ein Algizid aufgetragen, das die Mikroorganismen abtötet und ein erneutes schnelles Nachwachsen verhindert. Die Einwirkzeit richtet sich nach Witterung und Produkt.

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    Imprägnierung und Endkontrolle

    Bei saugendem Untergrund wird nach dem Trocknen auf Wunsch eine Imprägnierung aufgebracht, die neuen Bewuchs verlangsamt. Abschließend prüft der Betrieb die Fläche auf Gleichmäßigkeit und übergibt sie dem Kunden.

Preisfaktoren bei Fassadenreinigung

Den Preis pro Quadratmeter bestimmen vor allem das Fassadenmaterial, der Verschmutzungsgrad sowie die Zugänglichkeit der Fläche, bei mehrgeschossigen Gebäuden schlägt zusätzlich der Aufwand für Gerüst oder Hubarbeitsbühne zu Buche.

Einfamilienhaus, Putzfassade, ca. 120 m²960 bis 1.800 €
Einfamilienhaus, Klinker, ca. 120 m²1.200 bis 2.400 €
Reihenhaus, Putzfassade, ca. 80 m²640 bis 1.200 €
Mehrfamilienhaus, ca. 300 m², mit Gerüst3.200 bis 6.500 €
Denkmalgeschützte Fassade, ca. 100 m², Handarbeit2.000 bis 3.500 €

Gerüst oder Hubarbeitsbühne werden bei mehrgeschossigen Gebäuden meist separat kalkuliert und sind in diesen Beispielen bereits anteilig berücksichtigt.

Häufige Fragen zu Fassadenreinigung

Wie oft sollte eine Fassade gereinigt werden?
Das hängt stark von Standort und Material ab. In Städten reichen meist 8 bis 10 Jahre zwischen zwei Reinigungen, an der Küste oder in feuchten, schattigen Lagen verkürzt sich das Intervall auf etwa 5 bis 6 Jahre. Eine professionelle Imprägnierung nach der Reinigung verlängert den Abstand bis zur nächsten Behandlung zusätzlich.
Verträgt jede Fassade Hochdruckreinigung?
Nein. Hochdruck bis 200 bar eignet sich für robuste Materialien wie Klinker und viele Natursteine, kann aber Putzfassaden, Holz und historische Oberflächen beschädigen. Dort kommen stattdessen Heißwasser mit niedrigem Druck oder trockene Bürstenverfahren mit Spezialchemie zum Einsatz, um die Substanz nicht anzugreifen.
Ist eine Imprägnierung nach der Reinigung wirklich notwendig?
Nicht immer. Sinnvoll ist sie vor allem bei saugenden, porösen Untergründen an schattigen, feuchten Stellen, wo Algen und Moos erfahrungsgemäß schnell zurückkommen: Die Beschichtung lässt die Fassade Wasser abweisen, ohne sie luftdicht abzuschließen, und verlangsamt so neuen Bewuchs. Bei einer glatten, gut besonnten Fassade ist der Zusatznutzen gering. Die Imprägnierung kostet zusätzlich etwa 8 bis 18 € pro m².
Muss für eine Fassadenreinigung immer ein Gerüst aufgebaut werden?
Bei ein- bis zweigeschossigen Häusern reicht häufig eine Hubarbeitsbühne oder eine Teleskopstange mit Bürstenaufsatz aus, was Kosten spart. Ab drei Geschossen oder bei komplizierten Fassadenformen mit Erkern und Vorsprüngen ist ein Gerüst meist unumgänglich, was die Gesamtkosten spürbar erhöht.
Kann ich Algen und Moos an der Fassade auch selbst entfernen?
Kleinere Flächen lassen sich mit handelsüblichen Algenentfernern und einer weichen Bürste behandeln, allerdings ohne die Tiefenwirkung einer professionellen Algizid-Behandlung. Bei größeren Flächen, in der Höhe oder an empfindlichen Materialien wie Naturstein und Holz besteht ohne Fachwissen die Gefahr, die Oberfläche zu beschädigen oder den Bewuchs nur oberflächlich zu entfernen.

Profitipps

  • →Fassade vor der Reinigung auf Risse und lose Putzstellen prüfen lassen, damit Wasser nicht in die Bausubstanz eindringt.
  • →Reinigungstermin nach Möglichkeit in eine trockene, milde Jahreszeit legen, damit die Imprägnierung optimal aushärten kann.
  • →Bei WDVS-Fassaden auf ausdrücklich freigegebene, drucklose Verfahren bestehen, um die Dämmschicht nicht zu beschädigen.
  • →Vor Vertragsabschluss klären, ob Gerüststellung, Abwasserentsorgung und Imprägnierung im Angebotspreis bereits enthalten sind.
  • →Bei denkmalgeschützten Gebäuden vorab die Denkmalschutzbehörde einbinden, da bestimmte Reinigungsverfahren genehmigungspflichtig sein können.

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